Glossar

Eintrittstermin

Der Eintrittstermin ist der Datum deines Arbeitsbeginns. Wie du ihn realistisch angibst und im Bewerbungsprozess verhandelst.

Definition

Der Eintrittstermin ist das Datum, ab dem du eine neue Arbeitsstelle antreten kannst. Er wird üblicherweise im Schlussabsatz des Anschreibens genannt, ist entweder konkret datiert oder als "frühestmöglich" formuliert und ergibt sich aus deiner aktuellen Kündigungsfrist, eventuellem Resturlaub und persönlichen Übergangsphasen.

Kurz erklärt: Der Eintrittstermin ist das Datum, ab dem du eine neue Arbeitsstelle antreten kannst. Er wird üblicherweise im Schlussabsatz des Anschreibens genannt, ist entweder konkret datiert oder als "frühestmöglich" formuliert und ergibt sich aus deiner aktuellen Kündigungsfrist, eventuellem Resturlaub und persönlichen Übergangsphasen.

Was bedeutet Eintrittstermin?

Der Eintrittstermin, auch als früheste Verfügbarkeit, Starting Date oder Verfügbarkeits-Termin bezeichnet, ist eines der praktischen Eckdaten jeder Bewerbung. Personalverantwortliche wollen früh wissen, ab wann eine neue Arbeitskraft tatsächlich starten kann, weil sich daran die Planung von Übergaben, Onboarding und Projektressourcen orientiert. Für dich als Bewerberin oder Bewerber bedeutet das: Du musst eine ehrliche, aber strategisch durchdachte Aussage treffen, die deine vertraglichen Verpflichtungen abbildet und gleichzeitig signalisiert, dass du die Stelle ernsthaft willst.

Im Gegensatz zur Gehaltsvorstellung ist der Eintrittstermin selten verhandelbar im klassischen Sinn, weil er stark von deiner Kündigungsfrist und gesetzlichen Vorgaben abhängt. Trotzdem gibt es Spielraum, etwa über die Nutzung von Resturlaub, Überstunden-Abbau oder einvernehmliche Aufhebungsvereinbarungen mit dem aktuellen Arbeitgeber.

Wie berechnest du deinen realistischen Eintrittstermin?

Bevor du im Anschreiben eine Zahl nennst, solltest du folgende Komponenten klären und zusammenrechnen.

1. Aktuelle Kündigungsfrist berücksichtigen. Dein Arbeitsvertrag oder der einschlägige Tarifvertrag legt fest, wie lange du im aktuellen Job bleiben musst, nachdem du gekündigt hast. Üblich sind vier Wochen zum Monatsende oder zum 15., bei längeren Betriebszugehörigkeiten können es auch drei bis sieben Monate sein.

2. Resturlaubs-Tage einkalkulieren. Häufig sind bei einem Wechsel noch zwei bis vier Wochen Resturlaub offen. Zwei Optionen stehen offen: Resturlaubs-Verkauf, also Auszahlung am Ende des Arbeitsverhältnisses, oder Resturlaubs-Nahme, also bezahlter Urlaub direkt vor dem letzten Arbeitstag. Wenn du den Urlaub nimmst, verschiebt sich dein letzter offizieller Arbeitstag nach vorn, ohne dass sich der Eintrittstermin beim neuen Arbeitgeber ändern muss.

3. Übergangs-Phase einplanen. Ein, zwei Wochen zwischen den Jobs sind oft sinnvoll, um durchzuatmen, umzuziehen oder offene private Themen zu erledigen. Eine längere Übergangsphase kann ein Sabbatical oder eine Reise sein, sollte aber im Anschreiben nicht über den Termin hinaus thematisiert werden.

Beispielrechnung: Du kündigst zum 31. August, hast drei Monate Kündigungsfrist und zehn Tage Resturlaub. Letzter Arbeitstag im alten Job: 17. November. Mit einer Woche Puffer ergibt sich der 1. Dezember als realistischer Eintrittstermin.

Wo und wie gibst du den Eintrittstermin im Anschreiben an?

Die übliche Position ist im Schlussabsatz, direkt vor der Grußformel. Damit landet die Information dort, wo Personalverantwortliche sie suchen, und stört nicht den argumentativen Fluss deines Hauptteils. Mehr zur Gestaltung dieses Absatzes findest du im Ratgeber zu Anschreiben-Schluss-Formulierungen und zur Struktur insgesamt im Beitrag Anschreiben-Aufbau nach DIN 5008.

Du hast drei Hauptvarianten zur Auswahl.

Konkret datiert signalisiert Verbindlichkeit und Planungssicherheit:

"Verfügbar bin ich nach Ablauf meiner Kündigungsfrist ab dem 1. November 2026."

Vage formuliert lässt Raum für Verhandlung und ist sinnvoll, wenn du die genaue Frist noch klären musst:

"Über den genauen Eintrittstermin spreche ich gerne im persönlichen Gespräch."

Frühestmöglich signalisiert maximale Flexibilität und ist üblich bei Direktbewerbungen ohne klare Kündigungsfrist:

"Ein Eintritt ist mir frühestens ab dem 1. März 2026 möglich."

Sofort verfügbar passt nur, wenn du tatsächlich frei bist, etwa nach Studium-Ende, in Arbeitslosigkeit oder nach einem Sabbatical:

"Ich stehe Ihnen mit sofortiger Wirkung zur Verfügung."

Strategische Überlegungen rund um den Eintrittstermin

Der genannte Termin ist mehr als eine logistische Angabe. Er beeinflusst, wie attraktiv deine Bewerbung im Vergleich zu anderen wirkt.

Ein früher Termin erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Arbeitgeber zugreift, besonders wenn die Position dringend besetzt werden muss. Allerdings darfst du dich nicht überschätzen, sonst gerätst du in Konflikt mit deinem aktuellen Arbeitgeber, der auf deiner Kündigungsfrist bestehen kann.

Ein realistischer Termin vermeidet diesen Konflikt und zeigt, dass du verlässlich planst. Vier bis sechs Monate Vorlauf sind in Fach- und Führungspositionen normal und werden nicht negativ bewertet.

Ein zu später Termin kann dagegen problematisch werden. Hat der Arbeitgeber Konkurrenzbewerber, die schneller verfügbar sind, kann er sich gegen dich entscheiden, auch wenn du fachlich besser passt. In solchen Fällen lohnt sich ein Zusatz wie "verhandelbar" oder ein Hinweis darauf, dass eine frühere Übernahme in Absprache mit dem aktuellen Arbeitgeber denkbar ist.

Sonderfälle: Wann ein anderer Termin passt

Sabbatical zwischen Jobs. Wenn du bewusst eine Übergangsphase für Erholung oder Reise einbaust, kannst du das offen kommunizieren, ohne dich zu rechtfertigen. Personalverantwortliche akzeptieren das meist, solange der Termin nicht zu weit in der Zukunft liegt.

Verfügbarkeit erst ab Sommer. Für Lehrer, akademische Stellen oder Positionen im Bildungssektor ist ein Eintritt zum Schul- oder Semesterbeginn üblich. Hier ist eine konkrete Angabe wie "ab dem 1. August 2026" angebracht.

Verfügbarkeit ab Quartalsende. In Vertriebs-Stellen ist es üblich, das laufende Quartal abzuschließen, bevor man wechselt, damit die Pipeline sauber übergeben werden kann. Auch das ist ein legitimer Grund für einen späteren Eintrittstermin und sollte sachlich erwähnt werden.

Bewerbung aus ungekündigter Stellung. Wenn du dich aus einem laufenden Arbeitsverhältnis bewirbst, gib die Kündigungsfrist als Bezugsgröße an. Das signalisiert dem neuen Arbeitgeber, dass du seriös vorgehst und nicht spontan kündigst, sobald es woanders besser klingt.

Bewerbung nach Selbstständigkeit oder längerer Pause. Hier kannst du in der Regel "sofort" oder "kurzfristig nach Absprache" angeben. Mehr zu diesen Konstellationen findest du in den Beiträgen zur Bewerbung nach Selbstständigkeit und zur Bewerbung nach Kündigung.

Tipps für die Verhandlung

Bleib realistisch und ehrlich. Ein erfundener früher Termin, den du nicht halten kannst, schadet dir spätestens bei der Vertragsunterzeichnung. Wenn du eine längere Wartezeit hast, erkläre die Gründe sachlich, ohne dich zu entschuldigen. Signalisiere Flexibilität mit Formulierungen wie "verhandelbar" oder "nach Absprache". Und nutze das Vorstellungsgespräch, um über mögliche Aufhebungsvereinbarungen oder einen früheren Start zu sprechen, falls der neue Arbeitgeber das wünscht. Tipps zur Gesprächsführung findest du im Ratgeber zur Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch.

Häufige Fragen

Muss ich im Anschreiben immer einen Eintrittstermin angeben?

Wenn die Stellenanzeige danach fragt, ja. Auch ohne ausdrückliche Aufforderung ist es ratsam, weil es Personalverantwortlichen die Planung erleichtert. Lässt du den Termin weg, kann das den Eindruck erwecken, du habest dir keine Gedanken gemacht.

Kann ich den Eintrittstermin später noch ändern?

Solange kein Vertrag unterschrieben ist, ja. Im Vorstellungsgespräch wird der Termin meist konkretisiert. Wenn sich danach noch etwas verschiebt, etwa weil dein alter Arbeitgeber auf der vollen Kündigungsfrist besteht, solltest du das offen kommunizieren, bevor der Vertrag steht.

Was ist besser: konkretes Datum oder "frühestmöglich"?

Ein konkretes Datum wirkt verbindlicher und professioneller, sobald du es seriös berechnen kannst. "Frühestmöglich" ist eine gute Wahl, wenn du noch unsicher bist oder bewusst Verhandlungsspielraum lassen willst. Mische beides nicht: Entweder konkret oder vage, nicht beides in einem Satz.

Wirkt ein später Eintrittstermin negativ auf meine Bewerbung?

Nicht zwangsläufig. Bei Fach- und Führungspositionen sind drei bis sechs Monate Vorlauf normal. Problematisch wird es nur, wenn die Stelle dringend besetzt werden muss und Konkurrenzbewerber deutlich schneller verfügbar sind. Dann hilft Flexibilität oder eine sachliche Erklärung.

Mehr zum Thema findest du im vertiefenden Ratgeber zu Schluss-Formulierungen im Anschreiben.

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